Welchen Wolf fütterst Du?

VON DORIS GANTENBEIN AM 07.04.2020

Wolf

Wie geht es Dir gerade?
Bringt die Krise bei Dir alles durcheinander? Ist nichts mehr, wie es vorher war? Geht alles drunter und drüber? Hast Du für nichts mehr Zeit? Oder viel zu viel Zeit? Fühlst Du Dich wütend, frustriert, ängstlich, verärgert?

Dominiert die Angst mit dem Corona-Virus? Machst Du Dir Sorgen, wie es mit Deinem Job weitergeht oder wie Du die Zeit mit Deinem Kind rumbringen kannst?
Oder bist Du innerlich ganz ruhig, voller Liebe und geniesst diese Zeit?

Halte mal kurz inne und beobachte Deine Gedanken und Emotionen. Wo sind sie?

Bist Du Dir bewusst, dass Du fast ununterbrochen irgend Etwas am Denken und Fühlen bist?

Aus der Quantenphysik und aus wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass ein Mensch durchschnittlich etwa 60’000 Gedanken pro Tag hat. Unglaublich, nicht wahr?

Folgendes ist jedoch erschreckend: Nur gerade 3% aller Gedanken, also gerade mal 1800 von 60’000 Gedanken sind positiv. Dafür sind 27% aller Gedanken negativ und die restlichen 70% flüchtige und nebensächliche Gedanken.

Ist Dir bewusst, dass alle Deine Gedanken Deine Stimmung beeinflussen? Und Deine Stimmung ist wiederum Umgebung für Dein Kind. Der Durchschnittsmensch sendet also Signale aus, welche zu grossen Teilen aus flüchtigen, nebensächlichen und negativen Gedanken besteht.

Hast Du Dich auch schon mal gefragt, ob Du das vielleicht ändern kannst?
Ja, das ist möglich. Und es ist sogar viel einfacher, als Du Dir das vielleicht vorstellst.

So geht’s: Füttere die positiven Gedanken, so dass es mehr davon werden und ignoriere die anderen. That’s it! Klingt einfach, nicht wahr?

Gerne möchte ich Dir die Geschichte vom Indianer erzählen, welcher seinem Enkel von seinem inneren Kampf erzählte.

Abends am Lagerfeuer erzählte ein alter erfahrener Indianer seinem Enkel von einem Kampf, der gerade in ihm tobte.

Er sagte: „Zwei Wölfe kämpfen in meinem Inneren gegeneinander. Der schwarze Wolf ist böse: Er ist der Hass, der Mangel, die Angst, der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen und der falsche Stolz.

Der weiße Wolf ist gut: Er ist die Liebe, die Fülle, das Vertrauen, der Selbstwert, die Freude, die Heiterkeit, die Gelassenheit, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit und das Mitgefühl.

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte des Großvaters nach und fragte dann: “Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?”

Der alte Cherokee schwieg lange. Dann antwortete er: „Der, den du fütterst.“

Also: Füttere die richtigen Gedanken in Dir. Denn es ist nicht egal, was Du denkst. Du strahlst Deine Gedanken aus. Negative Gedanken wirken schwer und unbeweglich. Positive Gedanken sind luftigleicht und versprühen freudvolle Energie.

Kennst Du die Geschichte vom kleinen Hund, welcher in den Himmel kam und dort vor einem riesigen Spiegel stand? Als er reinguckte, sah er viele andere Hunde: «Die sind bestimmt sehr böse, denen muss ich es zeigen!», dachte der kleine Hund und begann laut zu knurren. Daraufhin knurrten alle anderen Hunde zurück.
Etwas später kam ein anderer Hund, guckte in den Spiegel. «Oh, so viele wundervolle Hunde», und er begann vor Freude zu lächeln. Daraufhin lächelten alle anderen Hunde zurück.

Entscheide Dich für die richtigen Gedanken. Für jene, welche Dir Freude und Glück zurück senden. Denn bekanntlich sind gerade Kinder sehr feinfühlig und nehmen diese Signale sehr stark wahr, die Du aussendest.

Zusammen mit Deinem Kind hast Du die grossartige Chance, Deine Schatten gespiegelt zu bekommen und sie genauer zu untersuchen. Betrachte deshalb die Spiegelungen Deines Kindes als Geschenk und nimm sie dankend an. Du kannst sehr viel davon lernen.

Was kannst Du tun, wenn Du die wiederkehrenden negativen Gedanken einfach nicht los wirst?
Versuche es mal mit folgendem Bild: Negative Gedanken sind wie Ketten, an welche Du gefesselt bist. Du kannst Dir einfach vorstellen, diese Gedanken mit einer Säge durchzusägen und zuzuschauen, wie die Ketten von Dir abfallen und wie Du leichter und leichter wirst.

Ein weiteres sehr nützliches Werkzeug ist, im JETZT zu leben. Versuche, keine Gedanken an negative Erfahrungen in Deiner Vergangenheit zu haben und verschwende keine angstvollen Gedanken an die Zukunft. Lebe den Moment. JETZT. Du kannst Deine unbewussten negativen Gedanken somit auf ein Minimum reduzieren und somit vermehrt positive Signale aussenden.

Probier es aus. Ich bin gespannt, wie es Dir damit geht.
Schreib es doch gerne in den Kommentar.

 «Lass die Beziehung zu Deinem Kind in voller Pracht erblühen – für Dich und Dein Kind!»

Doris Gantenbein

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